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Ólafur Arnalds, Konzerthaus Dortmund 06.10.2018

Im Rahmen der Pop-Abo - Reihe gastierte am vergangenen Samstag Ólafur Arnalds im Konzerthaus Dortmund. Endlich sollte ich die Gelegenheit bekommen, diesen virtuosen Isländer live zu sehen.

Ólafur Arnalds wird auf der aktuellen Tour von diversen Streichern, einem Schlagzeuger, sowie zwei selbstspielenden Pianos begleitet. Letztere werden durch eine spezielle Algorithmus-Software gesteuert, an der er zwei Jahre mit einem Freund gebastelt hat. Das allein zeigt bereits wie detailverliebt dieser Mensch zu sein scheint und doch ahnte ich nicht ansatzweise wie sehr mich dieses Konzert beeindrucken sollte.


Mein Dank geht an das Konzerthaus Dortmund, die mir freundlicherweise einen Fotoausweis für dieses Konzert zur Verfügung gestellt haben. So konnte ich ein paar Minuten vor Einlass in den Saal und meinen Platz am Mischpult beziehen. Pluspunkt: ich konnte einen Blick auf die Setlist erhaschen:

Intro
Árbakkinn

Brot
Only the winds

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Unfold
Beth´s Theme

Verses
Saman

Dalur
3326

Ypsilon
Undir

Ekki Hugsa

Nyepi
Doria

Near Light

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Lag Fyrir Ömmu

Vom Mischpult aus zu fotografieren war eine kleine Herausforderung, so war doch die Beleuchtung perfekt auf die Musik abgestimmt. Auch hier zeigte sich die Perfektion von Ólafur Arnalds. Man tauchte unmittelbar in die Klangwelten ab und (zumindest ich) driftete gedanklich das ein oder andere Mal an Islands Küste ab.


Nach dem dritten Song zog ich in Reihe 20 um und staunte weiter, ebenso meine Sitznachbarn vor, hinter und neben mir. Das Publikum setzte sich aus Indie-Nerds, Pop-Abonnenten, die sonst eher klassische Konzerte besuchen würden und einigen Fans von Borussia Dortmund, die nahtlos aus dem Stadion kamen, zusammen. Welch Kontrast. Kurz vorher noch im Stadion, zusammen mit 80.000 Menschen und nun so intim und leise, dass man das Knarren der Fußpedale am Piano hören konnte. Elegant wurde der musikalische Spielplatz von Arnalds bedient, so entstanden massive Soundwände bis hin zur völligen Stille.

Òlafur Arnalds verstand es, das Publikum mit in dieses Erlebnis einzubeziehen. Sei es durch sympathische Ansagen zwischen den Stücken oder durch die Aufforderung einen Ton mit ihm zu singen, welcher instant aufgenommen und durch diverse Effektgeräte geschickt wurde, um schließlich mit dem folgenden Song zu verschmelzen.

Man hätte diesem Ensemble noch Stunden zuhören können, aber gegen 21:45 endete dieses wundervolle Konzert-Erlebnis bei tosendem Applaus, welcher mich hinaus in das freitägliche Nachtleben im Dortmunder Brückviertel spülte.

Þakk òlafur Arnalds.

Weitere Konzerttermine findet ihr hier.

// Anzeige: Mein Dank geht an das Konzerthaus Dortmund für die freundliche Unterstützung.