Tag am Meer.

Jeder Schritt neues Land
Wird das immer so sein
du spürest die Lebensenergie
Die durch dich durchfließt
Das Leben wie noch nie in Harmonie und genießt
Es gibt nichts zu verbessern
Nichts was noch besser wär’
Außer dir im Jetzt und Hier
Und dem Tag am Meer
— Die Fantastischen Vier "Tag am Meer"

Es ist Sommer. Eindeutig ist es Sommer. 38° im Ruhrgebiet, überfüllte Freibäder, die mit Sicherheitskräften aufgestockt werden müssen und Wohnungskoller gepaart mit dem Drang „man MUSS ja raus“. Klar muss bzw. kann man, aber mit einem Kleinkind gar nicht so einfach. Ist es uns Erwachsenen bereits zu anstrengend, wie soll so ein kleiner Körper das gut verpacken?

Eine Lösung muss also her.

Denn ein paar Tage in Folge hält man die oben beschriebene Situation nicht aus.
Also, alle Mann mit frisch aufgebrühten Kaffee, „Leih-Omma“ und Snacks ins Auto Richtung Holland ans Meer. Wenn auch nur für einen Tag, da eine Übernachtung absolut nicht bezahlbar gewesen wäre.

Zur besten Strandzeit angekommen in Noordwijk, zuammen mit (gefühlt) Halb Holland und anderen Meer suchenden aus Deutschland. Kurz das Parkplatz-Karma aktiviert und den perfekten Platz gefunden, die minimalistischen Plörren ausgepackt und zum Strand transportiert.

Da waren wir nun mit köstlichem Nudelsalat und Blick aufs Meer, wir als kleine Familie.
Hedi war mehr als fasziniert vom bunten Strandtreiben um sie rum, so war sie doch nur den menschenleeren Strand gewohnt.

Vorteil wenn man die „Leih-Omma“ dabei hat, man kann als Paar endlich mal wieder was alleine machen. Ins Meer gehen, gemeinsam schwimmen, dass Wasser und die Zeit zusammen genießen.
Welch Wohltat diese paar Stunden für uns waren, raus aus der Stadt hin zu Zeit für uns. Selfcare am Strand quasi.

Neben schwimmenden Eltern gab es aber ein weiteres Großereignis, welches diesen Tag für uns unvergesslich machen sollte und damit meine ich nicht die unverschämt leckere Erdnussbutter, die ich später in einem holländischen Supermarkt erbeutet habe.

Hedi ging ihre ersten, freien Schritte am Strand mit Blick aufs Meer. Ohne sichernde Hand von uns, einfach so und mit stolzem Lächeln im Gesicht beim Kinde und Tränen vor Glück in den Augen der Eltern. Welch besseren, schöneren Ort und Moment hätte es dafür geben können? Genau. Keinen. 😉

Auf der Rückfahrt waren alle Müde von der vielen, frischen Luft und dem erlebten bzw. neu erlernten. Es war diese Art von Müdigkeit, die einen zufrieden und glücklich auf den Tag zurückblicken lässt. So wie es nach einem Tag am Meer sein soll.

End of Story.

Diese Stadt ist eben doch gar nicht so hart, wie du denkst.

Guten Morgen Berlin
Du kannst so hässlich sein
So dreckig und grau
Du kannst so schön schrecklich sein
— Peter Fox "Schwarz zu blau"

Northern wind.

You’re the Northern Wind
Sending shivers down my spine
You’re like fallen leaves
In an autumn night
You’re the lullaby
Singing me to sleep
You are the other half
You’re like the missing piece
— City and Colour "Northern wind"

Half the world away.

Heute früh, als ich unsere Wohnung verlassen habe, um mich Richtung Bahnhof und dann Richtung Flughafen aufzumachen, da war es wieder da: dieses Gefühl was bereits eingemottet schien.

Ein Gefühl, welches sich in der Vergangenheit schneller und größer entwickelte, als das Haushaltsdefizit der USA. Ein Gefühl, welches mich manchmal unvermittelt an der Kaffeemaschine im Büro überkam, manchmal auf dem Weg nach Hause nach einem gemeinsamen Wochenende - fuhr man doch wissentlich in die schlichtweg „falsche Richtung“ oder gerne und regelmäßig beim (alleine) Einschlafen. Akute Vermissung geschuldet der anfänglichen Fernbeziehung. Zuerst Schweden vs. Deutschland und dann Ruhrgebiet vs. Rhein-Main. So nah und doch so fern.

We see things they’ll never see
— oasis

Warum also kam dieses Gefühl heute Morgen einfach mit an die Bushaltestelle Richtung Bahnhof und rollte dann am Kofferband der Zieldestination im Kreis? Alte Wunden, vorweihnachtliche Emotionen? Sicherlich, denn eigentlich wollten wir zusammen als Familie nach Krakau und haben uns spontan dagegen entschieden. Hedi im Schub, zusätzlich das unvermeidlich unangenehme Zahnen und zu kalt um die Jahreszeit noch on top. Vernünftig vs. Vermissung. Während ich mich durch das Online- Angebot von BBC Radio 6 höre, kommt die Sprachnachricht von zu Hause: „Könntest du bitte einmal all unsere Reisen und Ausflüge mit Hedi (auch schon im Bauch) auflisten?“ Kurzes Revue passieren lassen vor dem inneren Reisepass und zum Schluss kommen welches Privileg wir haben. Freies Reisen, als Familie, als Team. Hedi und uns die Welt zeigen.

„Die Welt zeigen“, was für eine wundervolle Aufgabe eigentlich. Egal ob Pommes-Bude in Wattenscheid oder die kleine, versteckte Bucht auf Mallorca oder das Café in Hamburg mit den köstlichen Pfannkuchen. Alles ist neu für Hedi und auch oftmals für uns

So sitze ich nun hier in Krakau auf dem Bett meines Hotelzimmers, ein wenig wehmütig und gleichzeitig voller Neugier, was hier auf mich wartet. Eine grobe Route steht schon, Pierogi sind ein MUSS, vielleicht auch Bigos, Fotos und Videos und hoffentlich viel Inspiration für neue, gemeinsame Reisen, für 2019 und für dieses Blog. Für uns als Familie, für mich als Vater, für meine kleine und große Gefährtin zu Hause.

Deshalb wird jetzt das abendliche „Anti-Vermissungs-Programm“ gestartet, bestehend aus Netflix, „Erdnuss-Locken“ und einer lauten Version von Oasis „Half the world away“ via Kopfhörer, während eine weitere Straßenbahn an meinem Hotelfenster längs knattert.

Weil die Zeit sich so beeilt.

Samstagabend in der Küche. Die Spülmaschine dreht ihre Runden und ich sitze am Küchentisch, lausche der Hintergrundbeschallung aus dem neuen, drahtlosen Lautsprecher inklusive Regen von draußen. Die Liebste entspannt in der Badewanne, Hedi schläft tief und fest, träumt hoffentlich vom letzten Abendbrei oder kleinen Häschen und ich aka. der Papa genehmige mir einen Gin Tonic.

Seit ein paar Tagen begleitet mich neue Musik. Dafür liebe ich Spotify, diese schier endlose Möglichkeit quasi „Unerhörtes“ (meinerseits) zu entdecken. Eine Band Namens „Hammock“ erreichte meine Ohren und schlagen in die gleiche Kerbe wie „The Album Leaf“ oder „This will destroy you“. Bands, die ich allesamt sehr schätze und mir ebenso ein Kopfkino bereiten.

Letzten Samstag begann es. In Sankt-Peter Ording. Wir verbrachten ein paar Tage an der See, erstmalig in SPO gastierten wir im Beachmotel bei wundervollem Herbstwetter. Ich stand früh morgens am Leuchtturm von Westerhever, hatte meine Kopfhörer auf und die Musik passte perfekt zur Szenerie. Ich war völlig allein dort, zumindest was Menschen betrifft. Um mich rum hunderte Gänse in den Salzwiesen bei den Vorbereitungen, um Richtung Süden aufzubrechen, um dort zu überwintern. Ich musste sehr grinsen, ein wahrlich gelungener Morgen. So friedlich und wunderschön.

Leuchtturm Westerhever

Zurück im Hotel traf ich meine Liebsten zum Frühstück. Warmer Kaffee und frisches Rührei stärkten für den Tag, während sich Hedi im Hochstuhl sitzend daran begab, eine Mandarine genauestens zu erkunden und dabei die Gäste um uns rum unbemerkt verzauberte.
Unser Hotel lag quasi direkt hinter dem Deich und so lagen lange Strandspaziergänge sprichwörtlich nah. Die Weite am Strand, die Dünen und das Meer trugen ihr Übriges zur Erholung bei. Und manchmal, da schossen mir wieder Bildfragmente von früh morgens durch den Kopf und vor meinem geistigen Auge. Nachhaltiges Kopfkino, gepaart mit Gedanken an Gegenwart und Zukunft, befüllt mit dankbaren Emotionen und Glücksmomenten.

So gingen ein paar erholsame Herbsttage ins Land. SPA, Strand, Spaziergänge, Kaffee & Kuchen und (!) wir feierten unser zweijähriges Kennenlernen. „Weil die Zeit sich so beeilt“ könnte man jetzt sagen, wenn man Popzitate als Referenz verwenden möchte. Wo ist sie hin? Die Zeit? Was wir nicht alles erlebt haben, worauf wir nicht alles stolz sein können. So standen wir also in den Dünen von SPO und die Zeit sie beeilte sich etwas weniger in diesem Moment. Das nennt man wohl Inne halten, ohne 4G oder WiFi, nur wir als Familie und Team.

Am Freitag ist Hedi sieben Monate alt geworden. Als wir damals nach Hause kamen, lief eine sehr ruhige und entspannte Playlist auf Spotify. Wie es der Zufall (?) so will, findet sich darauf die Band „Hammock“ wieder.  Und weil die Zeit sich so beeilt ist in vier Wochen Weihnachten, der entsprechende Glühweinballermann in der Innenstadt fand unlängst seine Eröffnung. Ich hörte heute den Song „Sinking inside yourself“ auf dem Weg in die Stadt und all die hektischen Menschen wabberten an mir vorbei Richtung Black-Weekend-Schnäppchen und ich sehnte mich einfach nur zurück, an diesen Morgen am Leuchtturm.

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Hola!

Die Costa de Canyamel liegt an der Ostküste von Mallorca. Klein, übersichtlich und nahezu familiär bettet sich der kleine Ort zwischen bewaldeten Hügeln in die balearische Landschaft ein. In unseren Herzen hat sich dieser Ort ebenfalls eingebettet: zwischen dem Wunsch, eine Familie zu gründen, gemeinsam dieses Abenteuer zu begehen sowie Glücksgefühlen ausgelöst durch Sonne, Zitronenlimonade und unfassbar viel Liebe.

Ging es im vorletzten Text um Orte an die wir mit Hedi zurückkehren, so ist dieser gewiss der prägendste für uns als kleine Familie.

So standen wir dann am Flughafen Düsseldorf kurz vor dem Einchecken, aufgeregt wie kleine Kinder vor Hedis erstem Flug. Haben wir an alles gedacht? Brauchen wir alles bzw. WAS brauchen wir alles oder eben nicht? Waren wir im Bulli deutlich minimalistisch unterwegs, standen wir nun also vor der Herausforderung “Pauschalurlaub” mit Baby. Wie wird Hedi den Flug verkraften? Wann geben wir eigentlich den Kinderwagen ab und in wie vielen Teilen wird er auf dem Kofferband ankommen? Ist die Sonnencreme die Richtige? Zwei oder drei kurze Hosen für Papa und welches Kleid für Mama?

Während all die Fragen während des Wartens zum Check-in durch die elterlichen Köpfe gingen, verzauberte Hedi die künftigen Kreuzfahrtgäste vor, hinter und neben uns in der Warteschlange, welche abends ihre Mittelmeer-Kreuzfahrt in Palma starten würden.

Sie lächelte einfach alle an. Das brachte uns dann auch den Bonus ein, in Reihe “1” im Flugzeug “up-gegraded” zu werden. Überhaupt: Reisen mit Baby stellte sich tatsächlich als recht entspannt heraus. Man wird mit einem Lächeln durch den Bodyscanner geschickt oder auch mal freundlich vorgelassen. Das Erlebnis bzw. die Antwort auf die Frage, WO man am Airport denn in Ruhe stillen könne (nämlich ein langgezogenes und Augen verdrehendes “Pffffffffft”) blenden wir mal getrost aus an dieser Stelle.


Nach einem ruhigen (sowohl seitens schlafender Hedi und aufgrund ausbleibender Turbulenzen) Flug kamen wir auf Mallorca an. Gepäck abholen, Mietwagen checken, Route ins Navi eingeben und auf Richtung Canyamel. Es war schon dunkel als wir ankamen, aber das Rauschen des Meeres ließ die Vorfreude auf den nächsten Tag ins Unermessliche steigen.

Hedi erwachte als erste von uns und ihren strahlenden Blick beim Anblick des Meeres werde ich so schnell nicht vergessen. Nach dem Frühstück ging es voller Vorfreude an den Strand, Lager aufgeschlagen und ab ins Meer. Zumindest bis zu meiner Hüfte mit Hedi auf dem Arm. So standen wir nun alle Drei Arm in Arm hüfttief im Mittelmeer und mussten Glückstränen vergießen. #hediholiday also nun auf Mallorca.


So verflogen die sonnigen Tage einem nahezu gleichen Rhythmus folgend: Vormittags Strand, Nachmittags Pool. Zwischendurch Ausflüge nach Árta oder Pollenca, zur Cala Torta oder zum Mandelkuchen ins Café Saüc. Die Rückkehr an diesen für uns wunderschönen Ort war die genau richtige Wahl und wir durften erneut eine intensive Zeit mit unserem Reisebaby genießen. Es ist ein anderes Reisen mit Baby, gewiss aber kein minder Schöneres. Man nimmt Kleinigkeiten wesentlich bewusster wahr, reist entschleunigter, bedachter und vor allem sammelt man Erinnerungen, die bleiben. Now & forever.

Wir lachten, sangen, schwammen, entdeckten, entspannten … ehe es wieder heimwärts ging und sich die anfänglichen Fragen wie folgt beantworten sollten:

Ja, wir haben an alles gedacht und doch wieder an zu viel. Hedi hatte Spaß am Flug und verzauberte die Sitzreihe hinter uns mit ihrem Lachen, der Kinderwagen wurde am Gate abgegeben und kam tatsächlich vollständig an der jeweiligen Destination an. Die Sonnencreme war top, Papa hatte genug zum anziehen und Mama sah zauberhaft in ihrem Kleid aus. Also, alles richtig gemacht.


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Mehr Bilder findet ihr auf meinem Instagram Profil.


Coastline.

Mehr Meer. Ist doch nachvollziehbar, oder?

Da wir unseren Bulli in Hamburg angemietet hatten und wir nicht sofort zurück “ins wahre Leben” wollten, nutzten wir die Gelegenheit um nochmal zwei Tage am Meer zu verbringen.

Heiligenhafen lag da nah. Sowohl geografisch als auch emotional. Unbedingt wollten wir mit Hedi an den Ort zurückkehren, wo wir unseren “Babymoon” verbracht haben im vergangenen Dezember.

Als wir in Heiligenhafen ankamen, wurden wir mit wundervollem Wetter begrüßt. Die Sonne schien in diesem “Endless Summer” mit aller Kraft und der Ausblick aus unserem Zimmer auf die Seebrücke war ein toller “Willkommensgruß”, zusammen mit einer Flasche Sekt im dazugehörigen Sektkühler.


Überhaupt ist die Seebrücke ein toller Ort in HHF, die Menschen scheinen dort ihre Sehnsucht nach Meer und Fernweh zu stillen. Fast andächtig schauen sie raus aufs Meer, lassen die Blicke schweifen und atmen durch. So auch wir und diesmal mit Hedi. Spaziergänge an dem Ort, an dem sie zuletzt noch in Mamas Bauch war. Verrückt ist das alles. Unser kleines Reisemädchen muss sich sicherlich wundern warum Mama und Papa immer so emotional werden auf ihren Ausflügen.

So verbrachten wir zwei wundervolle Tage & Nächte im Beachmotel HHF, genossen das ausgiebige Frühstück und den SPA Bereich. Nahmen Hedi mit in den hoteleigenen Pool und mussten feststellen: Hedi liebt es im Wasser, ebenso wie wir. Strandspaziergänge und ein Besuch im lokalen Surfshop sind natürlich Pflicht gewesen für uns.

Aber das oben beschriebene “aufs Meer schauen” war und ist einfach unbezahlbar. Egal ob in Dänemark, Mallorca oder eben in HHF. Dieses durchatmen, alles um einen herum vergessen. Ich fühle mich dann immer wie angekommen, irgendwie zu Hause. Es entspannt uns einfach ungemein.


So verliessen wir entspannt, aber auch ein wenig wehmütig diesen wundervollen Ort Richtung Ruhrgebiet und auf zu neuen Abenteuern.

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Ahoi Dänemark!

Bisher war Dänemark für uns nur ein „bisschen“ Kopenhagen in Form eines Städtetrips, köstliche Kanelsnegl, große Interior-Designliebe und beruflich bedingtes Umsteigen in die Bahn rüber nach Süd-Schweden. Das sollte sich ändern. Unbedingt!

Schließlich zählen die Dänen zu den glücklichsten Menschen der Welt, warum also nicht ein Stückchen HYGGE-Mentalität adaptieren und mit ins heimische Ruhrgebiet schleusen. Da Dänemark flächenmäßig überschaubar ist, kam relativ schnell der Gedanke auf, das Land mit dem Bulli zu erkunden. Autark und minimalistisch reisen und „hyggelig“ am Strand aufwachen klang sehr vielversprechend in meiner leicht romantischen Vorstellung.

 Da wir leider keinen Bulli oder ähnliches, fahrbares Schlafzimmer unser Eigen nennen können, musste eine Mietversion her und schnell stieß ich bei der Instagram-Recherche auf die sympathischen Jungs von AHOI Bullis, die von Hamburg aus ihre weißen Bullis hinaus in die Welt schicken. Für unser Reisevorhaben war Hamburg perfekt, um weiter gen Norden zu reisen und vorab noch der Stadt einen kurzen Besuch abstatten zu können. Gesagt, getan – Reisedatum festgelegt, eine grobe Route gesteckt, recherchiert, gestaunt, Reiseführer geliehen bekommen, Tipps aus dem Bekanntenkreis bekommen und mit Sack und Pack nebst Frau und Kind in großer Vorfreude und minimaler Aufregung Richtung Hamburg aufgebrochen.

Vor Ort bekamen wir eine sehr ausführliche und kompetente Einweisung inklusive Tipps und Tricks für unser Gefährt, welches wir vorher aus drei Varianten wählen konnten. Die Namen dafür sind passender Weise „St. Pauli“, „Eppendorf“ und „Blankenese“ und unterscheiden sich in ihrer Ausstattung. Letztere sollte unser mobiles Heim für die nächsten Tage werden. Hinzu lassen sich diverse, optionale Packages an nützlichen Extras auf Wunsch hinzubuchen. Darunter zählen beispielsweise ein Bettwäsche- und Handtuch-Set, eine WALDEN Abenteuer-Box, „Porta Potti“ aka die mobile Toilette und und und. Der faire Aufpreis lohnt sich definitiv, insbesondere beim Bettwäsche- und Handtuch-Set, wie ich finde!

Solltet ihr noch keine (genaue) Destination im Kopf haben, so bekommt ihr vom AHOI Bulli-Team auch kompetente Beratung bei Eurer Tourenplanung, quasi ein Rundum-sorglos-Paket (abenteuerlich wird es ganz gewiss – so oder so).

Mehr Input über das Konzept und die Vielzahl an (Buchungs-)Möglichkeiten findet ihr hier.

Die Route stand für uns wie gesagt nur grob fest, denn wir wollten uns treiben lassen und die Möglichkeit genießen, anzuhalten wann und wo wir wollten. Das ist dieses ganz Besondere am „Vanlife“: du lebst in deinem eigenen kleinen Universum und kannst immerzu abtauchen in Urbanität und Natur, kannst dich überraschen lassen von schönen Orten und atemberaubender Landschaft und das bei kühlem Radler oder aufgebrühtem Kaffee.

Die erste Etappe führte uns bis kurz vor Åarhus, wir stoppten am späten Abend bei lauen Temperaturen auf einem Campingplatz und fuhren das Dachbett neben einer Vielzahl von Dauercampern aus. Fazit noch vor dem Schlafengehen: die Vorstellung im Kopf sah anders aus, hatte mit mehr Meer zutun und sollte weniger Parzellen-Party beinhalten. Es sollte im Nachhinein betrachtet auch die einzige Nacht auf einem „klassischen“ Campingplatz werden. Trotzdem erst einmal schlafen, Kräfte sammeln, ins Dachbett krabbeln und selig wegdösen. Am nächsten Morgen wurden wir vom herabprasselnden Regen geweckt und bis zum ersten Kaffee dauerte es ein paar Handgriffe als oller NEU-Camper. Jedoch sei gesagt: der erste Kaffee im Bulli schmeckte besonders gut und wir kamen langsam in unserem fahrbaren, erstaunlich geräumigen Apartment an. Da es in Åarhus a) regnete und b) es in der Innenstadt eher spärlich mit Parkmöglichkeiten für einen Bulli bestellt war, gab es nur eine kurzen aber durchaus köstlichen Besuch bei La Cabra (endlich!) und einen kleinen Spaziergang durch die Altstadt mit der Erkenntnis: wir kommen bestimmt wieder. Alle Mann rein in den Bulli, anschnallen und den hohen Norden ansteuern, geradeaus dem Meer entgegen und laut Vorhersage schien uns auch wesentlich camperfreundliches Wetter zu erwarten.

Nächste Destination war einer der befahrbaren Strände Dänemarks in dem sympathischen Örtchen Løkken. Eine ohnehin super Idee: befahrbare Strände, keinerlei Einfuhrpreise und meist vorhanden: öffentliche Toiletten und Waschmöglichkeiten. Ein verantwortungsvoller Umgang wird vorausgesetzt und scheint problemlos eingehalten zu werden, wie wir feststellten.

Dort angekommen, lässt sich das Erlebte kaum in Worte fassen. Weitläufiger Sandstrand, frischer Kaffee Blick aufs Meer und die Dünen im Rücken bei bestem Wetter. Durchatmen, wirken lassen und da war es plötzlich dieses „HYGGE “ Gefühl. Hedi bestaunte das rauschende Meer, war entspannt und nach einem langen Spaziergang am Strand gab es eine köstliche Pasta zubereitet vis á vis zum Meer. Satt, entspannt und glücklich ging es dann zu „Bett“. 120x200cm Liegefläche sind zu dritt ambitioniert, aber machbar. Dem Meer und Wind sei Dank, fielen wir in einen tiefen und erholsamen Schlaf. So gingen die Tage ins so glückliche Land. Die Tipps und Tricks gingen einem nach ein paar Mal üben leicht von der Hand und die Option, einfach losfahren zu können, gab uns wirklich ein Gefühl von Freiheit. Das und die Tatsache, die Frühstücks-Eier im Meer abzuschrecken.

Nach Løkken verbrachten wir eher zufällig unseren letzten Tag respektive unsere letzte Nacht in Børsmose. Gefühlt ein Geheimtipp und eher aus der Not heraus geboren, da wir am Vortag stundelang keinerlei Empfang/Internet hatten und unsere eigentlich geplante Destination aufgrund eines US-Car Treffens am Strand uns eine Nacht auf einem Marina-Parkplatz bescherte. Aber das ist eine andere Geschichte ... wir sprachen von Abenteuer! Hello!

Børsmose machte uns den Abschied aus Dänemark nicht leicht. Der Strand noch weitläufiger, die Dünen noch höher und noch weniger Menschen um uns. Dafür viele Sterne in der Nacht und strahlender Sonnenschein am Tag. Auch hier: Wir kommen bestimmt wieder.

Leicht wehmütig, aber unendlich glücklich ging es dann wieder zurück nach Hamburg um den Bulli vollgetankt und schweren Herzens wieder abzugeben.

Während die Mädels auf der Rückfahrt ein wenig schliefen, formte sich bereits mein Fazit im Kopf und im Hintergrund lief die aktuelle Lieblingsplaylist: Reisen im Bulli mit Baby kann ich bzw. können wir nur jedem empfehlen der die Gelegenheit dazu hat. Was haben wir uns im Vorfeld Gedanken dazu gemacht: Was brauchen wir? Was nehmen wir mit? Tatsächlich haben wir von unseren Klamotten nur die Hälfte gebraucht und unser Essenvorrat reichte exakt bis zur Rückgabe. Die atemberaubenden Eindrücke lassen einen noch genügsamer als ohnehin schon werden. Alles Notwendige hatten wir dabei und hätten wir im Zweifelsfall auch überall bekommen (Windeln, Pflegetücher etc.).

Und Hedi mit ihren vier Lebensmonaten? Die hatte sichtlich Spaß, war ausgelassen, entspannt und aufgeregt je näher es ans Meer ging. Sie schlief selig zwischen uns ein und wir öffneten morgens die Kofferraum-Klappe und schalteten das natürliche „Ocean-TV“ ein. Dauerprogramm versteht sich.

Was bleibt? Zähneputzen mit Meerblick ist eine Wucht! In die Ostsee springen kann auch im frischen September super sein! Camper untereinander sind kommunikativ, hilfsbereit, aufgeschlossen und interessiert!

Daneben paaren sich natürlich unendlich schöne Erinnerungen an diesen Roadtrip, der vom Gefühl der Freiheit und ganz besonderer Reiseatmosphäre geprägt war. An das am Meer aufwachen, an das „Fangen spielen“ Rund um den liebgewonnenen Bulli, an die köstlichen Kanelsnegl im dänischen Hinterland und an die Tatsache, dass wir mehr „Meer“ wollen. Mehr unterwegs sein und mit Hedi die Welt bereisen möchten. Gerne mit Bulli und weiterhin stets minimalistisch. Wir üben und lernen noch- das nächste Mal dann ohne sperrigem Koffer und mit standesgemäßem Seesack – oder so.

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Kölle du bes e jeföhl.

Ach Köln. Lange haben wir uns nicht mehr gesehen und sofort war unser "Jeföhl" wieder da.

PS: Danke an das 25hrs The Circle Hotel für den tollen Aufenthalt.

Driftwood.

Everything is open
Nothing is set in stone
Rivers turn to ocean
Oceans tide you home
Home is where your heart is
But your heart had to roam
Drifting over bridges
Never to return
Watching bridges burn

You’re driftwood floating underwater
Breaking into pieces pieces pieces
Just driftwood hollow and of no use
Waterfalls will find you bind you grind you.
— Travis "Driftwood"

Schottland, du naturgewaltiges Juwel im Norden Großbritanniens.

Was hatte ich nicht alles im Vorfeld über dich gelesen? Unbeständiges Wetter, maximale 18°C im Sommer. Grau und melancholisch-stimmungsvoll solltest du sein. So erstellte ich im Vorfeld der Reise -zwecks Inspiration und Reiseplanung- eine Sammlung an Bildern auf Instagram. Schließich wollte ich vorbereitet sein, auf dieser für mich einmaligen Reise in Kooperation mit SAMSUNG. Einmalig weil: Das erste Mal als Familienvater ohne meine kleine Familie. Wie würde sich das wohl anfühlen? Fast jeden morgen an einem anderen Ort aufwachen, an Orten die mich beeindrucken sollten mit ihrer Schönheit, aber ohne die Lieben, ohne die Möglichkeit das Erlebte gemeinsam teilen zu können.

Playlisten wurden angelegt, um für den Linksverkehr musikalisch gewappnet zu sein. Hotels gebucht, Routen geplant und ehe ich mich umschauen bzw. das Wort „Haggis“ aussprechen konnte, saß ich im Mietwagen am Flughafen von Edinburgh. Gott sei Dank hatte ich mir einen Mietwagen mit Automatik gebucht, so konnte ich mich erst einmal an die neue Verkehrslage gewöhnen. Diese führte mich zunächst eine Stunde lang über Autobahnen und Kreisverkehre Richtung Glasgow. Puuh, ich dachte ja so einen Spur-Assistenten nie benötigen zu müssen, aber auf der linken Seite in einem relativ unübersichtlichen Auto zu fahren kann zumindest die ersten Kilometer -respektive Meilen- eine Herausforderung sein.

In Glasgow angekommen hatte ich sofort ein Gefühl von San Francisco inne. All die Hügel und kleinen Straßenschluchten erinnerten mich doch sehr daran.

So führten mich die nächsten zwei Tage durch Glasgow und Edinburgh, quer über die „Royal Mile“ oder dem Riverside Museum oder einfach zu einer kleinen Kaffeepause am Kanal. Besonders Edinburgh sah aus wie eine durchgängige Filmkulisse. Hinter jeder Ecke erwartet einen ein neuer und faszinierender Anblick.

Nach zwei Tage des Städte Erkundens, ging es dann Richtung Nationalpark und einer kleinen Unterkunft am Loch Lomond. Dort trat ich auch meinen ersten, kleinen Hike an und wenn ich zu Beginn das Wetter erwähnte, so hatte ich an diese Tag 28,5°C und keinen Schatten weit und breit. Der einzige schottische Wanderer, der mir unterwegs begegnete meinte nur: „Son, this ist the best week up here in decades“. Der Ausblick sollte mich auch für den schweißtreibenden Aufstieg belohnen.

In den nächsten Tagen ging es dann weiter Richtung Glencoe und Umgebung. So kam es, dass ich bei noch heißeren Temperaturen die berühmte Harry Potter Eisenbahnbrücke besuchte, ein Schiffswrack entdeckte, Gin Tipps an der Hotelbar bekam, sich entlegene Cottages mitten im Nichts auftaten und ich am Loch Ness ein wenig mit der Tatsache überfordert war, plötzlich wieder so viele Menschen um mich zu haben. Unzählige Eindrücke und Meilen später endete mein kleiner Roadtrip wieder in Edinburgh. Anderthalb Tage nochmal Stadtleben und eine Badewanne im Hotel die selbst mich größentechnisch komplett aufnehmen konnte. Das tat auch spürbar gut, nach einem durchgelaufenen Paar Schuhe.

Was bleibt? Unglaublich schöne und einmalige Eindrücke. Diese Natur, diese Geschichte und herzlichen Menschen haben mich schwer beeindruckt. So saß ich dann am Flughafen und wartete auf meinen Rückflug, tauschte Sprachnachrichten mit zu Hause aus und schaute mir die Fotos der letzten Tage an. Schottland? Ich komme wieder, aber dann bringe ich meine kleine Familie mit.

Mehr visuelle Eindrücke findet ihr hier.

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Beach vibes, family vibes.

Das erste Mal...

...als kleine Familie auf Reisen. Das erste Mal hinter der Grenze bei unseren Nachbarn in Holland. Das erste Mal Meer sehen für unser Mädchen. Unzählige erste Male erlebt man als frisch gebackene Eltern zusammen mit dem eigenen Kind, doch die erste Reise, die prägt sich ganz besonders ein. Jedenfalls für uns als Eltern und sicherlich auch für dich, kleine Hedi, wenn wir bei Zeiten zusammen Fotos durchstöbern und dir davon erzählen können.

Es bedeutet uns so viel, gemeinsam Elternzeit zu haben und diese besonderen ersten Wochen und Monate zusammen zu verleben. In jedem noch so kleinen Moment Zuhause, oder aber unterwegs, bei kleinen und großen Abenteuern und ganz bedeutsam: auf Reisen. Und dies stand bei der Entscheidung für die gemeinsame Elternzeit fest: wir wollen so oft es geht verreisen, neue Orte entdecken und erkunden, uns entspannen, inspirieren und treiben lassen. Das kostbare Gut „Zeit“ nutzen und auch einfach mal verschwenden, getreu dem Motto: „Heute nix erlebt- auch schön“. Es sei jedoch gesagt, dass wir so Einiges erlebt haben in dieser Kurzwoche am Meer in Südholland und ein wenig möchten wir davon berichten.

Frei über seine Zeit verfügen zu können, bedeutet nämlich auch, spontan sein zu können und somit fiel der Entschluss, ans Meer zu fahren mehr oder weniger kurzfristig und bescherte uns ein verfügbares Zeitfenster in einem kleinen Häuschen direkt am Meer, eine knappe Viertelstunde von Den Haag entfernt. Die Kijkduin Strandhuisjes können schöner nicht liegen, wenn man große MEERmissung verspürt: direkt am weitläufigen Strand mit direktem Blick auf Sand & Sea und aufwachen mit Ausblick auf die dahinterliegenden Dünen. Herrlich!

 

Klein und fein, dabei vollkommen ausreichend und durchdacht ausgestattet verlebten wir also ein paar Tage an diesem schönen Plätzchen, umgeben von Sand, Muscheln, zwei Strandliegen, einer kleinen Terrasse und freundlichen Nachbarn, die sich auf Hochzeitsreise (welch wunderbare Entscheidung!) oder Babymoon befanden. Die größte Challenge vor der Abreise: WAS und WIE packt man für einen Säugling ein, ohne einen Anhänger an das eigene Gefährt zu koppeln? Die Minimalistin in mir hauchte mir ein, cool zu bleiben, denn im Notfall gibt es auch in Holland Wickelutensilien oder gar Wechselwäsche. Ich strukturierte mich also und fasste den Entschluss, einen Koffer für uns drei als Limit zu setzen und siehe da: der Plan ging hervorragend auf (ok, nebst großer Korbtasche und Hedis mobilem Badezuber gefüllt mit Leckereien). Der absolute Allrounder dieses ersten Trips: Reisewaschmittel und Gallseife, um die eine oder andere „Kleckerei“ rasch auszuwaschen. Ein weiterer, wichtiger Reisebegleiter: die Babytrage. Ohnehin tragen wir klein H. darin immerzu, aber bei langen Spaziergängen im Sand direkt am Wasser bei herrlicher Meeresbrise ein absoluter Helfer. Verwunderlich, dass wir nahezu die Einzigen waren, die getragen haben. Neben zwei Ausflügen nach Den Haag und Delft bei gutem Kaffee, netten Gesprächen mit sehr herzlichen, interessanten Menschen, tollen Fotomotiven und der einen oder anderen Frikandel verbrachten wir die Zeit vor allem „vor der Tür“ im Sand und an der frischen Luft.

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Lebt es sich so sehr anders, wenn man das Meer in der Nähe zum Wohnort weiß? Diese Frage stellten wir uns des Öfteren, sieht man den Menschen dort doch eine gewisse Leichtigkeit des Seins an.

Wir reisten beflügelt und mit einem Schatz voller Erinnerungen ab und sind bereit für weitere Ausflüge und Destinationen in diesem ganz besonderen ersten Lebensjahr unserer Tochter und dem Privilieg: gemeinsame Elternzeit.

 

Tot ziens an de Zee,

L. 


 

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Salty Souls & Holy Harbour.

Die (Ost)See im Winter ist in der Regel rau und kalt und für mich zugleich wunderschön.

Für mich hat das einen ganz besonderen Reiz, nur wenigen Menschen begegnet man am Strand, während mein Blick durch den Kamerasucher schweift. Rauf, der Küstenlinie entlang zu den Häusern am Ende vom Strand, verschlossen und verlassen bis zum nächsten Sommer.


So machten wir uns auf zu Babymoon Nr.2, vom Ruhrgebiet Richtung Heiligenhafen, diesmal nur vorbei an Hamburg, auf dem Weg zur Küste.

Drei Tage sollte uns das Beachmotel direkt am Strand, mit entspannendem SPA und köstlichem Essen verwöhnen. Meerblick vom Zimmer inklusive, ebenso wie das beruhigende Rauschen der Wellen in der Nacht. Wir haben schon lange nicht mehr so entspannt geschlafen.

Entspannt und ausgeschlafen vergingen unsere Tage wie folgt: Aufstehen, den Blick aufs Meer genießen, durchatmen, frühstücken, am Strand fast alleine spazieren gehen, fotografieren, minimal durchgefroren zurück ins Hotel zum zweiten Frühstück und den Rest des Tages in den SPA Bereich, inklusive Dampfbad und Schwimmbad, vielleicht nochmal an den Strand, Abendessen und den Tag ausklingeln lassen mit einem guten Buch oder Magazin, einschlafen.

HHF

 

„Let the storm rage, I'd die on the waves
But I will not rest while love lies dead in the water“

(Noel Gallagher – Dead in the water)

 

Mehr braucht es manchmal nicht um dem Alltag zu entfliehen, etwas abzuschalten und um seine Gedanken zu sortieren. Pläne schmieden für die Zeit als Eltern oder einfach nur für Silvester.

Hier findet ihr eine kleine Galerie von unserem Ostsee-Trip und hier geht es zum Beach Motel HHF.

 

Seaside & Babymoon.

There is no place like the beach, where the land meets the sea and the sea meets the sky.
— Umair Siddiqui

Der Plan: Ein langes Wochenende an der See. Herbstwetter, Gemütlichkeit und ein wenig digitaler Detox. Ein kleiner, erster Babymoon. Raus aus dem Alltag. Das Meer sehen und riechen.

So fuhren Lisbeth und ich letztes Wochenende gen Norden. Erster langer Roadtrip mit „Dirk“ dem neuen Familiengefährt. Kurz zu Erklärung: „Dirk“ parkte neulich unter einem großen „D“ bei einem schwedischen Möbelhändler und plötzlich war klar, „Dirk“ klingt seriös, kompetent und zuverlässig. Da „Dirk“ auch einen DVD-Player im Fond des Wagens zu bieten hat, wurde kurzerhand ein Kino aus dem kleinen Van und so war die lange Fahrt Richtung Glücksburg eher kurzweilig. Kino für die Dame, Hörspiel für den Fahrer.

Unser Ziel in Glücksburg waren die „Ostseelodges-Glück in Sicht“.
Eine kleine, feine Ferienhausanlage, direkt an der Flensburger Förde mit Sicht auf Dänemark.
Das Areal an Sich hat ca. 50000m², ist somit weitläufig angelegt und wunderbar in die Natur eingebettet.

Nach der Anmeldung wurde uns unsere Lodge "Großes Glück Küstenflair" durch den sehr zuvorkommenden Mitarbeiter erklärt. Wir hatten ja bereits durch die Homepage eine Ahnung was uns erwarten würde, aber in der Realität waren wir dann doch ein wenig sprachlos.
Die Lodge war größer als unserer beiden Wohnungen zusammen. Zwei Schlafzimmer, jeweils mit angeschlossenen Bad. Eine Sauna die wir täglich genutzt haben und dann dieser große Wohn/Essbereich mit einer großen Fensterfront zum Meer gerichtet.
Vielleicht lag es an der Tatsache, dass wir auf Dänemark schauen konnten, aber es stellte sich sofort dieses „Hygge“ Gefühl ein. Das Rauschen der Baumkronen, der Geruch vom Meer, all das vervollständigte dieses wunderbare Herbstambiente.

 

Ostseelodges.jpg

Die drei Tage waren geprägt von Entspannung, abschalten, Spaziergängen auf der Halbinsel Holnis, einer Sturmnacht, frischen Brötchen an der Haustür, noch mehr Entspannung und diesem ARD Vierteiler, inkl. The Notwist Soundtrack.

Wir kommen definitiv wieder, zu dritt im nächsten Jahr.

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Montag ging es dann für einen kurzen Abstecher nach Hamburg. Liebe Menschen besuchen, guten Kaffee trinken, ein paar Hamburg Klassiker fotografieren. Was man so macht in knapp 36 Stunden, die wie immer viel zu wenig waren.

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Übernachtet haben wir mal wieder im 25hrs Hafencity und es war wieder wunderbar. Zimmer#615, Blick auf den Hafen und ein wirklich gutes Frühstück um gut gestärkt die Stadt zu erkunden. Mittlerweile ist es quasi ein kleines Ritual geworden für mich/uns auf Reisen, Kaffeebohnen zu kaufen. So besuchten wir in Hamburg die Jungs von Törnquist und ich muss sagen, ich habe noch nie einen so guten Flat White getrunken, in einem sehr cleanen, schwarzweißen Ambiente. Was man sofort gemerkt hat: Hier kommt Leidenschaft und Kompetenz zusammen. Definitiv ein Highlight in Hamburg.

Bevor es am Dienstag dann nach Hause ging, haben wir uns noch mit lieben Freunden auf einen weiteren Kaffee und auf spontane Fotos in der Hafencity getroffen. Leider war die Zeit viel zu kurz, aber auch hier: Wir kommen wieder. Zu dritt.

Ein paar Impressionen findet ihr bereits hier im Blog und natürlich auf Instagram.